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Welche Laborsysteme gibt es und welches passt zu meinen Anforderungen? LIMS, LIS, ELN und LES im Vergleich

von | Juni 4, 2026 | News, Produkt, Startseite

Die unterschiedlichen Klassen an Laborsystemen

Laborsoftware wird in der Fachliteratur typischerweise in vier Klassen eingeteilt: 1. das probenzentrierte LIMS zur zentralen Verwaltung, Verfolgung und Dokumentation von Laborprozessen, 2. das klinisch ausgerichtete LIS zur Verwaltung von Patientendaten und Laboraufträgen, 3. das digitale Laborbuch ELN zur flexiblen und freien Dokumentation von Versuchen und Experimenten sowie 4. das LES zur schrittweisen, assistierten Durchführung von Versuchen – ergänzt durch 5. hybride Systeme, wie SAMPLES (www.samples.de) von der qualitype GmbH, die Funktionen mehrerer Klassen vereinen.

Welche Laborsoftware jeweils am besten geeignet ist, hängt somit von den konkreten Bedarfen, Anforderungen und dem Einsatzbereich ab. Zwar verwalten alle vier Systemklassen Labor- und Messdaten, sie unterscheiden sich aber teils deutlich in ihrem Umfang und der Ausprägung ihrer Funktionalitäten. Die nachfolgende Systematik gibt einen schnellen Überblick und charakterisiert die verschiedenen Laborsysteme:

1. LIMS: Was ist ein Laborinformations- und Managementsystem?

Ein LIMS ist eine probenzentrierte Software zur zentralen Verwaltung, Verfolgung und Dokumentation von Laborprozessen, wie Probenbearbeitung, Analyseaufträge, Messdaten und Laborressourcen. Ein LIMS steuert digital die Arbeitsabläufe im Labor und erfüllt regulatorische Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Qualitätssicherung. Die Einsatzbereiche eines LIMS sind vielfältig, von der Forschung und industriellen Analytik über Qualitätssicherung in der Produktion bis hin zu Wasser- und Umweltanalytik. Zu den Kernfunktionen eines LIMS zählen typischerweise Probenmanagement, Geräteintegration und -verwaltung, Audit Trail bzw. Dokumentation sowie Erstellung von Untersuchungsberichten und Analysezertifikaten.

Damit ist ein LIMS umfassender einsetzbar als ein LIS, da es auch über den klinischen Einsatz hinaus geeignet ist. Breiter ist das LIMS auch im Vergleich zum ELN, da es u.a. die Probenverwaltung mitbringt. Zumeist bietet ein LIMS aber keine assistierte Durchführung von Versuchen im Sinne von SOPs (Standard Operating Procedure), wie ein LES. Eine Ausnahme stellen die hybriden Systeme, wie das LIMS SAMPLES (www.samples.de) dar (siehe Punkt 5), die Funktionalitäten mehrerer Klassen umfassen.

2. LIS: Wofür setzt man ein Laborinformationssystem ein?

Ein LIS ist eine klinisch ausgerichtete Software zur Verwaltung von Patientendaten, Laboraufträgen und medizinischen Befunden im diagnostischen Umfeld. Der Einsatzbereich eines LIS ist daher überwiegend in klinischen Laboren von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen. Zu den Kernfunktionen gehören vor allem Patienten- und Auftragsverwaltung, Anbindung an KIS (Krankenhausinformationssystem) bzw. HIS (Hospital Information System), Befundübermittlung und Abrechnungsintegration.

Im Gegensatz zu LIMS, ELN und LES ist ein LIS klar klinisch spezialisiert und patientenzentriert. Deshalb besitzt es in Abgrenzung zu den anderen Systemen eine spezielle Integration von KIS (Krankenhausinformationssystem) bzw. HIS (Hospital Information System). Hingegen bietet ein LIS zumeist keine ELN- und LES-Funktionen (Labornotizbuch, Schritt-für-Schritt-Anleitungen / SOPs).

3. ELN: Was ist ein Elektronisches Laborbuch?

Ein ELN ist eine Art digitale Version des klassischen Papierlaborbuchs, das in Wissenschaft und Forschung verwendet wird. Ein ELN wird insbesondere zur flexiblen und freien Dokumentation von Versuchen und Experimenten genutzt. Der Einsatzbereich eines ELN ist daher vorwiegend die akademische wie industrielle Forschung und Entwicklung. Zu den Kernfunktionen eines ELN gehören typischerweise die strukturierte und unstrukturierte Versuchsdokumentation, Collaboration & Kommentarfunktionen sowie die Protokollierung und Integration von Dateianhängen.

ELN-Systeme sind in der Regel leichtgewichtiger und kostengünstiger als LIMS oder LIS, enthalten dafür aber einen geringeren und sehr spezifischen Funktionsumfang. Einige LIMS-Systeme bieten hingegen zusätzlich integrierte ELN-Funktionalitäten. Zu diesen gehört bspw. das preisgekrönte Labormanagement SAMPLES (www.samples.de), das damit auch als hybrides System bezeichnet wird (siehe Punkt 5).

4. LES: Wofür nutzt man ein Laborausführungssystem bzw. Lab Execution System?

Ein LES ist eine Software zur schrittweisen, assistierten Durchführung von Versuchen nach einem vordefinierten, standardisierten Workflow bzw. SOPs (Standard Operating Procedures). Ein LES steuert und dokumentiert die schrittweise Ausführung von Laborprozessen in Echtzeit und fungiert oft als Weiterentwicklung oder Ergänzung zum ELN. Ein LES kommt vor allem in regulierten Umgebungen mit hohem Standardisierungsbedarf, wie GMP (Good Manufacturing Practice), Qualitätskontrolle oder Biotechnologie-Produktion zum Einsatz. Zu den Kernfunktionen eines LES gehören digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen, elektronische Freigaben und Compliance-Dokumentation gemäß 21 CFR Part 11 (Code of Federal Regulations).

Der Fokus liegt beim LES auf der aktiven Prozesssteuerung (SOPs), während bspw. ein ELN primär der Dokumentation dient. Auch ein LES ist eher schlank und enthält kein allgemeines Datenmanagement wie ein LIMS oder LIS. Beim LES liegt der Schwerpunkt auf regulatorisch konformer Ausführung, statt Archivierung oder Dokumentation wie bei LIMS, LIS und ELN. LES-Funktionalitäten sind bei ausgewählten LIMS bereits integriert, wie bspw. bei SAMPLES (www.samples.de) (siehe hybride Systeme nachfolgend).

5. Was versteht man unter hybriden Laborsystemen?

Hybride Systeme vereinen Charakteristika und Funktionalitäten mehrerer Klassen und können somit nicht einer alleinigen Laborsystemklasse als reines LIMS, LIS, ELN oder LES zugeordnet werden. Hybride Systeme haben zumeist einen modularen, skalierbaren Aufbau und eine einheitliche Datenablage ohne Medienbrüche. Der größte Vorteil hybrider Systeme ist damit, dass alle Daten und Ergebnisse in einem einzigen System vorliegen – als auch gepflegt, bearbeitet und dokumentiert werden können. Für die Labormitarbeitenden sind hybride Systeme attraktiv, weil sie sich nur mit einem einzigen System für die tägliche Arbeit vertraut machen zu müssen. Auch SAMPLES (www.samples.de) zählt zu diesen hybriden Systemen und vereint sogar Funktionalitäten aller vier Klassen.

Und welches ist das beste LIMS bzw. die beste hybride Laborsoftware?

Auch wenn diese Frage nur schwer – und auf den individuellen Anwendungsfall bezogen – beantwortet werden kann, zählt SAMPLES (www.samples.de) von der qualitype Gmbh sicherlich dazu, da es von den Lesern des Fachmagazins LABO.de zum „Produkt des Jahres 2025“ in der Kategorie Laborsoftware gewählt wurde (https://www.labo.de/it-im-labor-laborautomation/managementsystem-samples.htm). Was SAMPLES so besonders macht, sind seine moderne offene Softwarearchitektur, die maximale Anpassungsfähigkeit an individuelle Bedürfnisse sowie eine Vielzahl smarter Funktionen und Features, die einen effektiven Laboralltag garantieren – auch bei komplexen Laborprozessen. Mahr dazu finden Sie hier: https://samples.de/features

Schnellübersicht: LIMS, LIS, ELN und LES im Vergleich

LIMS

Laboratory Information
Management System

LIS

Laboratory
Information System

ELN

Electronic
Laboratory Notebook

LES

Laboratory
Execution System

Hybride Systeme

wie bspw. SAMPLES
www.samples.de

Fokus

    • probenzentriert
    • Daten- & Prozess-management
    • Qualitätssicherung & Compliance
    • patientenzentriert
    • klinisch-diagnostisches Umfeld
    • KIS/HIS-Integration
    • dokumentationszentriert
    • freie Forschungsdokumentation
    • FAIR-Datenprinzipien
    • prozesszentriert
    • digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen
    • Compliance gemäß 21 CFR Part 11
    • inkl. des Fokus der jeweils integrierten Systeme
    • ganzheitliche Berücksichtigung der Laborprozesse
    • flexibler Einsatz über alle Laborbereiche

Typische Nutzer

    • Pharma & Chemie (QS-Labore)
    • Umwelt & Wasser (Prüflabore)
    • Lebensmittel (Produktionslabore)
    • Krankenhäuser (klinische Labore)
    • medizinische Versorgungszentren
    • Pathologie & Mikrobiologie
    • Universitäten (Forschungs-gruppen)
    • Pharma & Biotech (F&E)
    • chemische Grundlagenforschung
    • Pharma (GMP-Produktionslabore)
    • Biotech (Fertigung)
    • regulierte Industrielabore
    • für alle Nutzer der integrierten Systeme
    • Pharma & Biotech (Forschung & Routine)
    • Translational Labs (Übergang Forschung in Produktion)

Stärken

(im Vergleich)

    • umfassendes Probenmanagement
    • Geräteintegration & Automation
    • Audit Trail & Berichte
    • nahtlose KIS/HIS-Anbindung
    • strukturierte Befundausgabe
    • klinische Entscheidungshilfen
    • freie Forschungsdokumentation
    • Kollaboration & Versionierung
    • flexibel & kostengünstig
    • geringerer Implementierungsaufwand
    • digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen
    • elektronische Freigaben
    • lückenlose Compliance-Dokumentation
    • geringerer Implementierungsaufwand
    • umfasst die Stärken der integrierten Systeme
    • modularer, skalierbarer Aufbau
    • einheitliche Datenbasis
    • ein System für (fast) alle Aufgaben

Schwächen

(im Vergleich)

    • kein klinischer Fokus (wie LIS)
    • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)
    • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)
    • erhöhter Implementierungsaufwand
    • nur klinischer Einsatz
    • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)
    • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)
    • erhöhter Implementierungsaufwand
    • fokussiert nur kleinen Teil der Laborprozesse
    • kein klinischer Fokus (wie LIS)
    • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)
    • fokussiert nur kleinen Teil der Laborprozesse
    • kein klinischer Fokus (wie LIS)
    • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)
    • Reduzierung der Schwächen der einzelnen Systeme durch ganzheitliche Integration
    • ggf. weniger Tiefe in Spezialfunktionen
    • erhöhter Implementierungsaufwand bei unklaren Zielprozessen

Fokus

LIMS

Laboratory Information Management System

 

  • probenzentriert
  • Daten- & Prozess-management
  • Qualitätssicherung & Compliance

LIS

Laboratory Information System

 

  • patientenzentriert
  • klinisch-diagnostisches Umfeld
  • KIS/HIS-Integration

ELN

Electronic Laboratory Notebook

 

  • dokumentationszentriert
  • freie Forschungsdokumentation
  • FAIR-Datenprinzipien

LES

Laboratory Execution System

 

  • prozesszentriert
  • digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Compliance gemäß 21 CFR Part 11

Hybride Systeme

wie bspw. SAMPLES

 

  • inkl. des Fokus der jeweils integrierten Systeme
  • ganzheitliche Berücksichtigung der Laborprozesse
  • flexibler Einsatz über alle Laborbereiche

Typische Nutzer

LIMS

Laboratory Information Management System

 

  • Pharma & Chemie (QS-Labore)
  • Umwelt & Wasser (Prüflabore)
  • Lebensmittel (Produktionslabore)

LIS

Laboratory Information System

 

  • Krankenhäuser (klinische Labore)
  • medizinische Versorgungszentren
  • Pathologie & Mikrobiologie

ELN

Electronic Laboratory Notebook

 

  • Universitäten (Forschungs-gruppen)
  • Pharma & Biotech (F&E)
  • chemische Grundlagenforschung

LES

Laboratory Execution System

 

  • Pharma (GMP-Produktionslabore)
  • Biotech (Fertigung)
  • regulierte Industrielabore

Hybride Systeme

wie bspw. SAMPLES

 

  • für alle Nutzer der integrierten Systeme
  • Pharma & Biotech (Forschung & Routine)
  • Translational Labs (Übergang Forschung in Produktion)

Stärken (im Vergleich)

LIMS

Laboratory Information Management System

 

  • umfassendes Probenmanagement
  • Geräteintegration & Automation
  • Audit Trail & Berichte

LIS

Laboratory Information System

 

  • nahtlose KIS/HIS-Anbindung
  • strukturierte Befundausgabe
  • klinische Entscheidungshilfen

ELN

Electronic Laboratory Notebook

 

  • freie Forschungsdokumentation
  • Kollaboration & Versionierung
  • flexibel & kostengünstig
  • geringerer Implementierungsaufwand

LES

Laboratory Execution System

 

  • digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • elektronische Freigaben
  • lückenlose Compliance-Dokumentation
  • geringerer Implementierungsaufwand

Hybride Systeme

wie bspw. SAMPLES

 

  • umfasst die Stärken der integrierten Systeme
  • modularer, skalierbarer Aufbau
  • einheitliche Datenbasis
  • ein System für (fast) alle Aufgaben

Schwächen (im Vergleich)

LIMS

Laboratory Information Management System

 

  • kein klinischer Fokus (wie LIS)
  • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)
  • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)
  • erhöhter Implementierungsaufwand

LIS

Laboratory Information System

 

  • nur klinischer Einsatz
  • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)
  • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)
  • erhöhter Implementierungsaufwand

ELN

Electronic Laboratory Notebook

 

  • fokussiert nur kleinen Teil der Laborprozesse
  • kein klinischer Fokus (wie LIS)
  • keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen (wie LES)

LES

Laboratory Execution System

 

  • fokussiert nur kleinen Teil der Laborprozesse
  • kein klinischer Fokus (wie LIS)
  • keine freie Forschungsdokumentation (wie ELN)

Hybride Systeme

wie bspw. SAMPLES

 

  • Reduzierung der Schwächen der einzelnen Systeme durch ganzheitliche Integration
  • ggf. weniger Tiefe in Spezialfunktionen
  • erhöhter Implementierungsaufwand bei unklaren Zielprozessen